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Hublot Classic Fusion Tributo – Rückbesinnung auf die MDM-Uhr von Carlo Crocco

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Im Oktober 2026 präsentiert Hublot die Classic Fusion Tributo, eine moderne Neuinterpretation der 1980 in Basel gezeigten MDM-Uhr von Gründer Carlo Crocco. Unter der Leitung von CEO Julien Tornare steht die Kollektion für eine strategische Rückkehr zu den Wurzeln der Marke und kombiniert das historische Design mit einer hochmodernen Zenith-basierenden Uhrwerk-Architektur. Der Listenpreis von 30.900 USD positioniert das Modell klar im obersten Segment des Luxus-Dress-Sport-Marktes.

Historischer Ursprung des Akronyms MDM und Stiftungshintergrund

Das Kürzel MDM auf dem Zifferblatt verweist auf den ursprünglichen Firmennamen Montre des Montres (MDM Genève), unter dem Carlo Crocco 1980 seine erste Gold-Uhr an einem Naturkautschuk-Band präsentierte. Zusätzlich würdigt das Logo Croccos philanthropische Aktivitäten: 1998 gründete er die Fondazione Main dans la Main, eine Stiftung zur Unterstützung benachteiligter Kinder. Anlässlich der Tributo-Einführung spendete Hublot 2026 100.000 CHF an diese Stiftung, wodurch die doppelte Bedeutung des MDM-Signets – historische Herkunft und soziale Verantwortung – betont wird.

Strategische Neuausrichtung unter CEO Julien Tornare

Julien Tornare übernahm im September 2024 die Geschäftsführung von Hublot. Seitdem richtet er die Kollektion und das Werkportfolio neu aus und setzt bewusst auf die Rückbesinnung zur Gründungs-DNA. Ein zentrales Element ist die Ablösung der bisherigen Sellita-basierten Antriebe (HUB1110) zugunsten des neuen Kalibers HUB1711, das auf der Zenith Elite 670-Architektur basiert und damit die Symbiose innerhalb des LVMH-Konzerns nutzt. Diese Entscheidung stärkt Hublots Position im hart umkämpften Luxus-Dress-Sport-Segment.

Kaliberspezifikationen und Werkarchitektur HUB1711

Das Automatikkaliber HUB1711 besteht aus 185 Einzelteilen und erzeugt 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz). Es basiert auf dem flachen Zenith Elite 670 und bietet eine Gangreserve von 50-60 Stunden. Gegenüber dem früheren HUB1110 überzeugt das neue Werk durch ein deutlich flacheres Profil, ein optimiertes Räderwerk und einen modellspezifischen Rotor aus 22 Karat Gelbgold beziehungsweise schwarzem Wolfram. Die Wasserdichtigkeit beträgt 100 Meter (10 Bar) trotz einer Gehäusehöhe von nur 9,5 mm.

Technologischer Schritt hinter dem Saphirglasboden

Der bedeutendste Unterschied liegt hinter dem Gehäuseboden: Während das Vorgängermodell ein Quarzwerk nutzte, setzt die Classic Fusion Tributo auf das automatische HUB1711. Diese Wahl erhöht die Power-Reserve von etwa 42 Stunden (Sellita-basiert) auf bis zu 60 Stunden und verleiht der Uhr eine höhere mechanische Wertigkeit, die den Preis von etwa 30.900 USD rechtfertigt.

Unterschiede der Zifferblattmaterialien zwischen Gelb- und Weißgold

Hublot bietet die Tributo in zwei Varianten an. Die Gelbgold-Ausführung (Referenz 262.VX.1130.RX.MDM) präsentiert ein matt-schwarz lackiertes Zifferblatt mit einer feinen Anthrazit-Nuance, das den Look von 1980 aufgreift. Die Weißgold-Variante (Referenz 262.WX.6870.RX.MDM) hingegen nutzt ein tiefschwarz poliertes Natur-Onyx-Zifferblatt, ergänzt durch schwarz beschichtete Schrauben. Beide Modelle teilen den 38 mm Durchmesser und eine Gehäusehöhe von 9,5 mm, was eine subtile Vergrößerung gegenüber dem historischen 36 mm-Modell bedeutet.

Preissetzung und Marktpositionierung

Der offizielle Listenpreis liegt bei 30.900 USD (30.200 EUR bzw. 25.000 CHF). Damit liegt die Tributo etwa 10.000 USD über einer Standard-Classic-Fusion in Gold und positioniert sich direkt gegenüber etablierten Luxus-Sportuhren aus Edelmetall. Zum Vergleich kostet Piaget’s Rosa-Gold-Polo Date 37.700 USD, Parmigiani’s Rosa-Gold-Tonda PF Sport etwa 46.000 USD, Vacheron Constantin’s Pink-Gold-Overseas 4520V rund 71.500 USD und Patek Philippe’s Stahl-Aquanaut etwa 27.000 USD.

Risiken und Gegenargumente

  • Preisabstand zu Schwestermodellen: Mit rund 30.900 USD liegt die Tributo deutlich über dem King-Gold-Classic-Fusion (21.100 USD). Sammler könnten den Aufpreis hinterfragen, da das Modell kein vollständig im Haus entwickeltes Werk (wie das Unico) nutzt.
  • Historischer Purismus vs. modische Details: Puristen könnten das MDM-Logo bei sechs Uhr oder die vergrößerte 38 mm-Silhouette als Abweichung vom zurückhaltenden 36 mm-Entwurf von 1980 kritisieren.

FAQ zur Classic Fusion Tributo

Was bedeutet das Kürzel ‘MDM’ auf dem Zifferblatt?MDM steht historisch für ‘Montre des Montres’ – den ursprünglichen Markenname von Carlo Crocco. Gleichzeitig verweist es auf die von ihm 1998 gegründete karitative Main Dans la Main Foundation.Welches Uhrwerk treibt die Classic Fusion Tributo an?Das Automatikwerk HUB1711, basierend auf der Zenith Elite 670, schlägt mit 4 Hz, besteht aus 185 Teilen und bietet eine Gangreserve von 50-60 Stunden.Handelt es sich bei der Tributo um eine limitierte Auflage?Nein, beide Referenzen (Gelbgold und Weißgold) sind unlimitierte reguläre Kollektionsmodelle.

Fazit

Die Hublot Classic Fusion Tributo verbindet die radikale Ästhetik des ersten MDM-Modells von 1980 mit modernen, technisch anspruchsvollen Elementen: ein Zenith-basiertes Kaliber, erstklassige Materialien und die Rückkehr des ikonischen MDM-Logos. Unter der Führung von Julien Tornare markiert die Uhr eine bewusste strategische Neuausrichtung, die sowohl die Gründungs-DNA von Hublot als auch die Synergien innerhalb des LVMH-Konglomerats nutzt. Trotz berechtigter Preis- und Purismus-Bedenken bietet die Tributo ein starkes Wertversprechen für Sammler, die historische Tiefe mit zeitgemäßer Uhrmacherkunst verbinden wollen.

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