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Oris ProPilot Calibre 111 – Neuauflage mit 10-Tage-Handaufzugswerk und optimierten Gehäuseproportionen

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Oris präsentiert die überarbeitete ProPilot Calibre 111 – ein Fliegeruhren-Flaggschiff, das das hauseigene Manufaktur-Handaufzugskaliber von 240 Stunden Gangreserve in ein alltagstauglicheres Gehäuse mit 43 mm Durchmesser und 13,2 mm Bauhöhe überführt. Neben einer Reduzierung der Gehäuseabmessungen überzeugt die Uhr durch ein neues Zifferblatt-Layout, eine symmetrisch platzierte Datumsanzeige und eine verbesserte Ergonomie.

Konstruktionsdetails des Kalibers 111 und Historie der Entwicklung

Das Kaliber 111 basiert auf dem 2014 zum 110-jährigen Firmenjubiläum vorgestellten Manufaktur-Kaliber 110. Die Entwicklung des Basiskalibers erfolgte in einer fast zehnjährigen Partnerschaft mit dem Uhrenspezialisten L’Epée 1839 und wurde 2015 mit der Einführung des ursprünglichen Big-Crown-ProPilot Calibre 111 abgeschlossen.

  • Kaliberdurchmesser: 34,0 mm (15 Linien) – offizielle Werksabmessung laut Oris-Spezifikation (2026)
  • Zugfederlänge: 1,80 Meter – ermöglicht 240 Stunden (10 Tage) Gangreserve aus einem einzigen Federhaus (2015)
  • Entwicklungszeitraum: ca. 10 Jahre für das Basiswerk (2014)
  • Gangreserveanzeige: patentierte nichtlineare Anzeige bei 3 Uhr, die die Nadel in den letzten Tagen schneller wandern lässt
  • Frequenz: 21 600 A/h (3 Hz)

Die enorme 10-Tage-Reserve wird durch die beachtliche Zugfederlänge realisiert, die sich in einem großzügigen Federhaus befindet. Dieses einzigartige Konstruktionsmerkmal erklärt, warum das Werk selbst einen Durchmesser von 34 mm einnimmt – ein Mindestmaß, das die strukturelle Integrität des Kalibers sichert.

Optimierte Geometrie: Lug-to-Lug-Maß und verändertes Bandanstoß-Verhältnis

Die neue Gehäuseversion reduziert den Durchmesser von 44 mm auf 43 mm und die Bauhöhe von über 14 mm auf 13,2 mm. Damit wird die visuelle Masse am Handgelenk deutlich reduziert, ohne die Robustheit des Uhrwerks zu gefährden.

  • Gehäusedurchmesser: 43,0 mm
  • Gehäusehöhe: 13,2 mm (Reduktion um 0,6 mm gegenüber dem Vorgängermodell)
  • Lug-to-Lug-Abstand (Horn-zu-Horn): exakt 51,0 mm – gemessen von Hornspitze zu Hornspitze (2026)
  • Bandanstoßbreite: 20 mm (verengt von zuvor 22 mm)

Die Kombination aus kleinerer Bauhöhe und schmalerem Bandanstoß sorgt für eine bessere Manschettengängigkeit, insbesondere bei schmalen Handgelenken. Dennoch bleibt die Gesamtlänge von 51 mm ein entscheidender Faktor für die Passform.

Preise und internationale Marktpositionierung

Die ProPilot Calibre 111 wurde im Oktober 2026 im Rahmen der WatchTime New York offiziell vorgestellt. Die Preisgestaltung umfasst sowohl Schweizer Franken als auch Euro- und US-Preise:

  • CHF 5 900 mit Cordovan-Lederband
  • CHF 6 100 mit Edelstahl-Bracelet
  • 5 900 € (inkl. MwSt.) – offizielle UVP für den Euroraum
  • US-Preis: 7 200 USD (Leder) bzw. 7 400 USD (Stahl)

Durch diese Preisstruktur positioniert sich die Uhr im mittleren Premiumsegment für internationale DACH-Leser und globale Sammler.

Technische Daten im Überblick

Gangreserve 240 Stunden (10 Tage)
Werksdurchmesser 34,0 mm
Gehäusedurchmesser 43,0 mm
Gehäusehöhe 13,2 mm
Lug-to-Lug-Abstand 51,0 mm
Bandanstoßbreite 20 mm
Zugfederlänge im Federhaus 1,80 m
Schwingfrequenz 21 600 A/h (3 Hz)
Wasserdichtigkeit 10 bar (100 m)
Garantie (MyOris) 5 Jahre

FAQ – häufig gestellte Fragen

  • Manueller Aufzug: Die 1,80 m lange Zugfeder erfordert spürbar mehr Kronenumdrehungen und Kraft als Standardkaliber mit 40-70 Stunden Reserve.
  • Warum ist das Gehäuse nicht kleiner als 43 mm? Das Kaliber 111 misst 34 mm im Durchmesser. Das massive Federhaus für die 1,8-Meter-Zugfeder erfordert einen Mindestaußendurchmesser von 43 mm, um Gehäusestabilität, 10-Bar-Wasserdichtigkeit und harmonische Proportionen zu gewährleisten.
  • Welche Garantieleistungen bietet Oris? Standard-Herstellergarantie von 2 Jahren, die sich bei kostenfreier Registrierung auf dem MyOris-Portal auf insgesamt 5 Jahre für Uhr und Werk verlängert.

Herausforderungen und kritische Punkte

Obwohl die 10-Tage-Reserve ein herausragendes Merkmal ist, bringt sie einige praktische Aspekte mit sich:

  • Manueller Aufzug: Die 1,80 m lange Zugfeder erfordert spürbar mehr Kronenumdrehungen und Kraft als Standardkaliber mit 40-70 Stunden Reserve.
  • Isochronismus bei langer Laufzeit: Gegen Ende der 10-Tage-Periode kann das Drehmoment abfallen. Oris kompensiert dies mit einer speziellen Hemmungsgeometrie, jedoch lässt die Ganggenauigkeit an Tag 9 und 10 leichte Abweichungen zu.
  • Geometrie für schmale Handgelenke: Der Lug-to-Lug-Abstand von 51 mm bleibt für schmalere Handgelenke ein kritischer Faktor, obwohl die Reduktion von 44 mm auf 43 mm bereits einen Schritt in Richtung besserer Trageergonomie darstellt.

Fazit

Die überarbeitete Oris ProPilot Calibre 111 verbindet ein außergewöhnliches 10-Tage-Manu-Aufzugswerk mit einer konstruktiv optimierten Gehäusegeometrie. Die Reduktion auf 43 mm Durchmesser und 13,2 mm Bauhöhe verbessert die Alltagstauglichkeit, während das massive 34-mm-Werk und die 1,80 m-Zugfeder den charakteristischen Charakter der Uhr bewahren. Internationale Preise von rund 5 900 € bzw. 7 200 USD positionieren das Modell im Premium-Segment, ergänzt durch eine großzügige fünfjährige MyOris-Garantie. Trotz des höheren Aufzugsaufwands und der etwas großzügigen Lug-to-Lug-Länge bleibt die ProPilot Calibre 111 ein technisch beeindruckender Zeitmesser, der sowohl Sammler als auch Piloten anspricht, die Wert auf lange Reserve, robuste Bauweise und klare, innovative Anzeige legen.

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