Militärische Spezifikation Typ A-11 und die Bulova A-11 “Jimmy” Hack (Ref. 96A354)
>> Zu unserer Uhren-EmpfehlungDie neue Bulova A-11 Hack “Jimmy” verbindet ein ikonisches Militär-Design aus dem Zweiten Weltkrieg mit modernen Uhrmachertechnologien. Sie richtet sich an Sammler, Historiker und Alltagsnutzer, die eine echte Felduhr suchen, die sowohl historisch referenziert als auch tragefreundlich ist. Im Folgenden werden die historischen Hintergründe, die technischen Spezifikationen und die filmische Verknüpfung zum Biopic “Jimmy” von James Stewart detailliert beleuchtet.
Historischer Hintergrund der Typ A-11 im Zweiten Weltkrieg
Die Typ A-11 wurde 1942 nach der US-Militärnorm MIL-W-6433 eingeführt und erlangte den Beinamen “The Watch That Won The War”. Sie war eine der wichtigsten Felduhren, die an die United States Army Air Forces, die Navy und an alliierte Einheiten wie die RAF und RCAF ausgegeben wurden. Bulova, Elgin und Waltham stellten gemeinsam mehrere Millionen Exemplare her, die in Bomben- und Infanterie-Einheiten eingesetzt wurden.
- Original-Gehäusedurchmesser: 30-32 mm (1942)
- Produktionsvolumen bis 1945: mehrere Millionen Stück
- Material des Originalgehäuses: verchromtes Messing mit Schraubböden aus Stahl
- Uhrwerk: Handaufzugskaliber Bulova 10AK CSH
- Stopp-Sekunde (“Hacking”) zur genauen Synchronisation von Einsätzen
Durch die robuste Bauweise und die präzise Stoppsekunde trug die A-11 entscheidend dazu bei, Angriffe im Feld bis zur Sekunde zu koordinieren – ein Grund, warum sie bis heute als Symbol militärischer Zuverlässigkeit gilt.
Technischer Kalibersprung – Miyota 9039 vs. früheren Kaliber
Die moderne “Jimmy”-Edition nutzt das Premium-Automatikwerk Miyota 9039, das die ursprüngliche Handaufzugstechnologie deutlich übertrifft. Das Kaliber ermöglicht nicht nur ein schlankeres Gehäuseprofil, sondern liefert auch eine flüssigere Sekundenzeigerbewegung.
- Werkshöhe: 3,90 mm (2026) – ermöglicht ein Gehäuse von nur 11,2 mm Gesamthöhe
- Schwingfrequenz: 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) – 8 Halbschritte pro Sekunde
- Lagersteine: 24
- Gangreserve: 42 Stunden
- No-Date-Aufbau: keine Blindposition der Krone, komfortabler Handaufzug
Im Vergleich dazu hatte das bisherige Einstiegswerk Miyota 82S0 eine Bauhöhe von 5,67 mm und eine Frequenz von 21.600 A/h (3 Hz). Der Sprung zum 9039 reduziert die Gehäusehöhe von früheren A-11-Modellen (14,2 mm) auf nur 11,2 mm und macht die Uhr deutlich tragefreundlicher.
Moderne Wiederausgabe – Bulova A-11 “Jimmy” (Ref. 96A354)
Die 2026 veröffentlichte Neuauflage ist an die historischen Vorgaben angelehnt, fügt jedoch zeitgemäße Materialien und Details hinzu.
- Gehäusedurchmesser: 37 mm (S1)
- Gehäusehöhe: 11,2 mm (S2)
- Glas: doppelt gewölbtes Saphirglas
- Wasserdichtigkeit: 50 m (5 bar)
- Uhrwerk: Miyota 9039, 28.800 A/h, 42 h Reserve (S3)
- Leuchtmittel: BGW9-Super-LumiNova auf Zeigern und Indexen
- Zifferblatt: matte schwarze Fläche, weiße Zeiger, “Railroad-Track” Minutengleis
- Markierung: Coin-Edge-Bezel, vertikal gestanzte Schrift am Gehäuseboden als Hommage an die Militärnomenklatur
- Armband: Textil in Olivtönung mit weichem Leder-Futter, Quick-Release-System
- UVP: 795 USD (S1)
Die größere Gehäusegröße von 37 mm ist bewusst gewählt, um modernen Trägern ein zeitgemäßes, mittelgroßes Profil zu bieten, das auf dem heutigen Markt besser ankommt. Das neue Saphirglas schützt das Zifferblatt vor Kratzern, ein klarer Fortschritt gegenüber dem ungeschützten Mineralglas der Originale.
Dass die A-11 Hack ‘Jimmy’ (Referenz 96A354) spürbar filigraner wirkt als ihre Serienschwestern, ist ein direktes Resultat des verbauten Kalibers: Bulova greift hier auf das Miyota 9039 der Konzernmutter Citizen zurück (Miyota, 2026). Mit einer reinen Werkhöhe von nur 3,90 Millimetern und 24 Lagersteinen ermöglicht dieses High-Beat-Kaliber (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) das schlanke Gehäuseprofil von 11,2 Millimetern samt doppelt gewölbtem Saphirglas. Es handelt sich um ein echtes No-Date-Werk, was den Bedienkomfort erhöht: Beim Ziehen der Krone entfällt die sonst bei adaptierten Werken störende Blindposition zur Datumseinstellung vollständig (WatchTime, 2026).
Verbindung zum Film “Jimmy” und James Stewart
Der 2026 erscheinende Film Jimmy (Regie: Aaron Burns, Hauptrolle: KJ Apa) beleuchtet das Leben des Schauspielers James Stewart, der 1941 freiwillig in die US Army Air Forces eintrat. Während des Zweiten Weltkriegs absolvierte Stewart 20 Bomben-Einsätze über Europa mit der B-24 Liberator und stieg bis 1959 im Reserve-Dienst zum Brigadegeneral auf – der ranghöchste Militärangehörige in der Geschichte der Hollywood-Schauspieler.
Bulova agierte als offizieller Heritage-Partner und stellte Museums-Exemplare der originalen Typ-A-11 für den Film zur Verfügung. Die moderne “Jimmy” ehrt damit nicht nur das technische Erbe, sondern verknüpft es direkt mit Stewarts realer Kriegsvita.
Vor- und Nachteile – Was Käufer bedenken sollten
Pro
- Flaches 11,2 mm Gehäuseprofil dank Miyota 9039 – hoher Tragekomfort.
- Doppelt gewölbtes Saphirglas schützt das Zifferblatt.
- Historische Detailtreue (Coin-Edge-Bezel, militärische Gravur).
- BGW9-LumiNova für gute Ablesbarkeit im Dunkeln.
- 50 m Wasserdichtigkeit und 42 Stunden Reserve – alltagstauglich.
- Direkte Verbindung zu einem bekannten WWII-Biopic und zu James Stewart.
Contra
- Listenpreis von 795 USD liegt deutlich über früheren A-11-Varianten (ca. 400-450 USD).
- Aufskalierung des Durchmessers von 30-32 mm auf 37 mm kann Puristen stören.
- Wasserdichtigkeitsgrad von 50 m ist für intensiven Wassersport nicht ausreichend.
- Wechsel von Handaufzug zu Automatikkaliber reduziert den klassischen “Mil-Spec-Charm”.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum trug die militärische Typ A-11 den Spitznamen “The Watch That Won The War”?
Die nach MIL-W-6433 spezifizierte A-11 wurde ab 1942 millionenfach an alliierte Bomber- und Infanterie-Einheiten ausgegeben. Ihre zuverlässige Stoppsekunde ermöglichte die präzise Synchronisation von Angriffen.
Worin unterscheidet sich die A-11 “Jimmy” (96A354) von bisherigen Bulova Hack Modellen?
Sie verwendet das flachere Premium-Automatikwerk Miyota 9039 (Werkshöhe 3,90 mm), wodurch die Bauhöhe von 14,2 mm auf 11,2 mm sinkt. Außerdem besitzt sie ein doppelt gewölbtes Saphirglas, einen Railroad-Track-Minutengleis, BGW9-LumiNova und einen gravierten Gehäuseboden.
Wer war Jimmy Stewart im militärischen Kontext?
James “Jimmy” Stewart meldete sich 1941 freiwillig, flog 20 Einsätze über Europa als B-24-Pilot und erreichte später den Rang eines Brigadegenerals im Air Force Reserve (1959).
Fazit
Die Bulova A-11 Hack “Jimmy” (Ref. 96A354) ist mehr als ein reines Film-Tie-In. Sie verbindet die bewährte Militärspezifikation der Typ A-11 mit einem modernen, flachen Miyota 9039-Werk, einem robusten Saphirglas und einer sorgfältig gestalteten Detailtreue, die sowohl Historiker als auch tägliche Träger anspricht. Während der Preis und die größere Gehäusegröße für manche Sammler Fragen aufwerfen, bietet die Uhr ein ausgewogenes Paket aus Geschichte, Handwerkskunst und Alltagsnutzen – ein würdiger Tribut an die Uhr, die im Zweiten Weltkrieg tatsächlich “die Schlacht gewonnen hat”.
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