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IWC Big Pilot Ref. IW500401 Test

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IWC Big Pilot 5004 Test

IWC Big Pilot 5004 Test

Kaum eine Luxusuhr hat so viele Fans auf der ganzen Welt wie die IWC Big Pilot. Wenn es um die Historie, den Status als Ikone und die Bedeutung innerhalb der Uhrenwelt geht, ist die große Fliegeruhr der aus Schaffhausen stammenden Manufaktur IWC gleichbedeutend mit der Rolex Submariner, der Breitling Navitimer und der Omega Speedmaster.

Mit stolzen 46,2 mm ist die Big Pilot so groß, dass nur echte Männer dieses Modell tragen können – oder? Nein! Auch an schmaleren Handgelenken sieht die Big Pilot dank des breiten Armbandes gut aus. Man muss sich nur trauen! Insbesondere die Referenz 5004 ist aktuell zu einem fairen Kurs auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen.

Nachdem die IWC (International Watch Company) die Vorläufer der Big Pilot während des 2. Weltkrieges als einer von nur 5 Herstellern für die Luftwaffe produzierte (neben Laco, A. Lange & Söhne, Wempe und Stowa), legte die Marke diese ikonische Uhr in modernem Kleid im Jahr 2004 neu auf. Ausgestattet mit dem Kaliber 5011 erobert die Fliegeruhr die Herzen der Uhrenfans – und das tun auch die nachfolgenden Referenzen.

Uhrengehäuse, Armband und Uhrenglas

Die Referenz IW5004, speziell IW500401, ist der Nachfolger des ersten Modells mit der Referenz IW5002. Die Abmessungen sind dabei aber gleich: Ca. 46,2 mm. Diese Größe kennt man etwa von der Breitling Navitimer World. Dank der breiten Hörner und des breiten Armbands wirkt die Uhr trotz der brachialen Größe immer noch gut tragbar. Die auf Hochglanz polierte, sehr dünne Lynette sorgt für ausreichend Eleganz und luxuriösen Charme.

Beim Armband handelt es sich um ein Krokodil-Armband, das bei neuen Modellen von Santoni hergestellt wird. Die Flieger-Schrauben an den Enden sehen hervorragend aus und passen perfekt zum Style der Uhr. Die Faltschließe sorgt für perfekten Halt, allerdings ist das Band so dick, dass die Lasche am Armband, durch die das kurze Ende beim Schließen geführt wird, relativ schnell reißen kann und das Armband ersetzt werden muss. Metallarmbänder gibt es für die Big Pilot 46 aktuell noch nicht, lediglich für die 43 mm Variante.

Das Uhrenglas ist – wie man es in dieser Klasse kennt – entspiegeltes Saphirglas. Die Lynette steht nicht über das Gehäuse oder das Glas hinaus, sodass man das Glas problemlos reinigen kann. Das schwarze Zifferblatt wirkt von einem schrägen Winkel aus betrachtet durch die Entspiegelung manchmal fast blau. Die Kombination aus großem Stahlgehäuse, schwarzem Zifferblatt und großer Diamanten-Krone (fälschlicherweise oft auch Zwiebelkrone genannt) ist eine absolute Stilikone und wird von Uhrenfans oft auf den ersten Blick erkannt.

Uhrwerk, Ausstattung und Komplikationen

Beim Uhrwerk in der IWC Big Pilot Ref. 5004 arbeitet, wie auch schon in den wenigen produzierten Transitional-Modellen der 5002, das Kaliber 51110. Hierbei handelt es sich um ein Manufakturwerk der IWC, das auf der Basisplatine eines ETA-Uhrwerks konstruiert wurde. Mit 44 Lagersteinen, 3 Hz (21.600 A/h) Frequenz und zwei Federhäusern ist das Uhrwerk perfekt ausgestattet für die Einsätze der Big Pilot und stellt einen tollen Kompromiss aus historischer Ausstattung und moderner Technik dar.

Dank der zwei Federhäuser hat die Uhr eine Gangautonomie von stolzen 7 Tagen. Dank des Pellaton-Aufzugs steht sogar ein 8. Tag Gangautonomie zur Verfügung, der jedoch nicht abgerufen wird. Durch dieses System wird die Uhr aber, sofern die 7 Tage aufgebraucht sind, sofort nach dem ersten Drehen der Krone in der Aufzugsposition wieder anlaufen. Die Bedienung der Uhr erfolgt komplett über die Krone, das Datum verfügt über eine Schnellschaltung und Schnellverstellung.

Als Komplikation ist neben dem Datum lediglich die Anzeige der Gangreserve zu nennen. In der Ur-Version der Uhr, die im 2. Weltkrieg von Piloten getragen wurde, gab es weder das eine, noch das andere. Wichtig war hier nur ein Sekundenstopp (um die Uhr genau stellen zu können) und eine gute Ablesbarkeit. Die IWC Big Pilot gibt es jedoch auch mit ewigem Kalender, Jahreskalender, Konstantkraft-Tourbillon und mit vielen anderen, äußerst hochkarätigen Komplikationen.

Design, Modellreihe und Historie

Das Design der Uhr stellt ein typisches Fliegeruhren-Design dar, das man von vielen Uhren kennt. Speziell an der IW5004 ist zu sehen, dass der Index bei der „9“  nicht mit einer Beschriftung versehen ist. Das Design zeichnet sich durch die einfache Konzeption und die perfekte Ablesbarkeit aus. Genau diese Dinge sind es, die eine Pilotenuhr ausmachen. Die Flieger-Zeiger sorgen für perfekte Ablesbarkeit, auch ansonsten orientiert sich die IWC Big Pilot sehr klar an den historischen Vorläufern dieser Armbanduhr.

Weitere Modelle aus der Big Pilot Serie sind vor allem die vorherige (5002) und die nachfolgende Referenz (501001). Verschiedene Limited Editions aus der Serie „Antoine de Saint-Exupery“, die oftmals an einem „A“ auf dem Zifferblatt zu erkennen sind, sind ebenfalls zu finden. Modernere Uhren sind mit Kalibern ausgestattet, die deutlich präzisere und zuverlässigere 4 Hz Unruhfrequenz bieten – mit dem Nachteil, dass die Uhren wartungsintensiver werden.

Die Historie der Big Pilot ist eine spannende Story für sich selbst. Ursprünglich wurden Fliegeruhren nicht von den Piloten gekauft, sondern von den Armeeverwaltungen für jeden Flug separat an die Piloten ausgegeben. Diese Einsatz-Zeitmesser sollten für Bomberpiloten das Timen der Uhrzeit ermöglichen, wo und wann diese ihre Ladung abwerfen sollten. Heute ist die Big Pilot ein Symbol für Männlichkeit, Luxus und Zuverlässigkeit. IWC bewahrt auch weiterhin durch zahlreiche Designmerkmale die Historie der Uhrenserie.

Preis / Leistung, Testergebnis & Fazit

Die IWC Big Pilot IW5004 gehört zu den ikonischsten, schönsten und besten Luxusuhren, die man überhaupt kaufen kann. Wer eine dezente und dennoch sportliche Armbanduhr mit reichhaltiger Geschichte und hochwertiger Verarbeitung sucht, der findet bei diesem Modell alles, worauf es ankommt. Die Big Pilot ist ein zeitloser Klassiker, der schon auf Grund seiner historischen Bedeutung in keiner umfangreichen Uhrensammlung fehlen darf.

Wer die Uhr neu beim Juwelier kaufen möchte, sollte sich auf einen massiven Wertverlust einstellen. Die Big Pilot ist in jeder Ausführung ohne Warteliste verfügbar, allerdings sinken die Preise zwischen Kauf und Verkauf auf dem Gebrauchtmarkt stark. Dem Listenpreis von ca. 13.500,- € steht ein Marktpreis im Full Set von ca. 8.000,- bis 9.000,- € gegenüber. Wer die Uhr gebraucht im Full Set in gutem Zustand kauft, darf sich dagegen auf leichte aber kontinuierliche Wertsteigerungen freuen.

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