HTD Hesagraph RitmoCorsa – limitierter Handaufzugs-Chronograph im Motorsport-Look
>> Zu unserer Uhren-EmpfehlungIm Juni 2026 stellte die unabhängige Microbrand HTD den exklusiven Hesagraph RitmoCorsa vor – einen auf 99 Exemplare limitierten Handaufzugs-Chronographen, der sofort für Aufsehen sorgte. Mit einem Verkaufspreis von rund 2.080 Euro war das Modell innerhalb kurzer Zeit komplett ausverkauft. Der Chronograph verbindet klassische Motorsport-Proportionen mit einer bemerkenswert flachen Bauhöhe, die dank des schlanken schweizerischen Kalibers Sellita SW510 M realisiert wird. Der folgende Artikel beleuchtet die Geschichte von HTD, die technischen Besonderheiten des Werks, das Design der RitmoCorsa sowie ihre Marktpositionierung.
Historischer Kontext und Markenentwicklung von HTD
HTD – Horological Tools Department – wurde 2020 in Florenz von den italienischen Designern Federico Del Guerra und Federico Zulian gegründet ( Gründungsjahr 2020 ). Die Marke startete mit der Hesagraph-Kollektion, die zunächst auf mechanischen Seagull-Kalibern beruhte. Der entscheidende Wendepunkt kam mit dem Wechsel zum schweizerischen Handaufzugskaliber Sellita SW510 M, das die Hesagraph-Linie in das Premium-Microbrand-Segment hob. Dieser Schritt markierte nicht nur einen qualitativen Sprung, sondern erklärte auch den merklichen Preisanstieg gegenüber den Vorgängermodellen. Während die Schwestermodelle “Cannoli” und “Variante B” im Jahr 2025 zu einem Listenpreis von 1.875 Euro angeboten wurden, liegt der Einstiegspreis der RitmoCorsa über 2.000 Euro – ein klares Signal für die etablierte Positionierung im gehobenen Markt.
Technische Besonderheiten des Sellita SW510 M Kalibers
Das Herz der RitmoCorsa bildet das Handaufzugskaliber Sellita SW510 M. Das Werk baut auf der bewährten Nockenschaltung der Valjoux-Architektur auf, verzichtet jedoch auf das Automatik-Rotor-Modul. Durch den Verzicht auf den Rotor reduziert sich die Werkshöhe von 7,90 mm (automatisches SW510) auf 7,00 mm – ein Unterschied von fast einem Millimeter, der entscheidend zur flachen Gesamtsilhouette beiträgt ( Werkshöhe 7,00 mm, 2024 ).
- Frequenz: 28 800 A/h (4 Hz)
- Gangreserve: 63 Stunden
- Juwelen: 23
- Durchmesser des Kalibers: 30,0 mm
Die geringe Höhe des Handaufzugswerks ermöglicht ein Gehäuse mit einer Gesamthöhe von nur 12,4 mm inkl. des gewölbten Box-Saphirglases – deutlich schlanker als die gängigen automatischen Chronographen.
Gehäusedesign und flache Silhouette
Die RitmoCorsa misst 39,0 mm im Durchmesser und 48,0 mm von Hut-zu-Hut. Die Kombination aus einem polierten 316L-Stahl-Gehäuse, einem box-förmigen Saphirglas und einer Werkshöhe von 7,00 mm ergibt eine Gesamthöhe von 12,4 mm. Ein bemerkenswertes Detail ist der Abstand des Chronograph-Stoppsekunden-Zeigers zum Deckglas von lediglich 0,3 mm – ein Konstruktionsabstand, der die extrem enge Toleranz und die Präzision der Fertigung unterstreicht ( Abstand 0,3 mm, 2026 ).
- Gehäusematerial: 316L-Edelstahl, poliert
- Glas: flaches Box-Saphirglas
- Rückseite: eingeschraubtes Gehäuse-Rückdeckel, 50 m Wasserdicht (5 ATM)
- Schraubverschluss für verbesserten Schutz
Design und Ästhetik der RitmoCorsa
Das auffällige Design der RitmoCorsa spiegelt die fünfjährige Partnerschaft mit dem italienischen Rennteam Scuderia HTD RitmoCorsa wider. Das Zifferblatt ist in einem intensiven, racing-roten Emaille gehalten und erinnert an die frisch gewachsten Karosserien der Rennwagen. Drei leicht zurückgesetzte weiße Sub-Dial-Zifferblätter – 30-Minuten-Zähler (3 Uhr), 12-Stunden-Totalisator (6 Uhr) und laufende Sekunden (9 Uhr) – ergänzen das Hauptzifferblatt. Neben den Sub-Dial-Zifferblättern befinden sich leuchtende Super-LumiNova-Pips, samt weiteren Lume-Dots und facettierten, applizierten Baton-Indexes. Auch die Zeiger, inklusive des kleinen Chronograph-Pfeils, sind mit Leuchtmaterial versehen.
- Material des Armbands: drei-reihige Edelstahl-Bracelet, gebürstet
- Schließe: Push-Button-Faltschließe mit traditionellen Mikro-Verstellungs-Löchern (Werkzeug nötig)
- Kein Quick-Release-System; Werkzeug erforderlich für Wechsel des Armbands
Die Form des Gehäuses weist Parallelen zur TAG Heuer Carrera-Kollektion auf, wodurch ein sportlich-klassischer Look entsteht, der zugleich die italienische Design-DNA von HTD betont.
Marktpositionierung und Limitierung
Die RitmoCorsa wurde bewusst auf nur 99 Stück limitiert ( Limitierung 99 Stück, 2026 ) und war bereits kurz nach dem Release im Juni 2026 zum Preis von gut 2.080 Euro ausverkauft. Diese limitierte Auflage schafft eine starke Exklusivität, doch sie führt zugleich zu einer hohen Nachfrage auf dem Sekundärmarkt. Interessenten, die das Modell verpasst haben, können auf die unlimitierten Schwestermodelle Cannoli und Variante B zurückgreifen, die dieselben Gehäuseproportionen (39 mm Durchmesser, 12,4 mm Dicke) und das gleiche Kaliber verwenden, jedoch zu einem günstigeren Listenpreis von 1.875 Euro erhältlich sind.
Vor- und Nachteile aus Käufersicht
Vorteile
- Außerordentlich flache Bauweise dank Handaufzug-Kaliber (12,4 mm Gesamthöhe)
- Motorsport-inspiriertes Design mit racing-rotem Emaille-Zifferblatt
- Hochwertiges schweizerisches Werk mit 63 Stunden Reserve und 28 800 A/h
- Exklusive Limitierung von 99 Stück erhöht Sammlerwert
- Robustes 316L-Stahl-Gehäuse und 50 m Wasserdichtigkeit
Negativpunkte
- Kein Quick-Release-System – der Wechsel des Armbands erfordert Werkzeug
- “Old-School”-Mikro-Verstellungs-Löcher brauchen ein spezielles Werkzeug für die Armband-Justierung
- Hoher Einstiegspreis über 2.000 Euro bei vergleichbaren Modellen, die automatisch laufen, noch günstiger sind
- Die extreme Limitierung führt zu langer Wartezeit oder hohen Aufpreisen auf dem Sekundärmarkt
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet die RitmoCorsa von den regulären HTD Hesagraph-Modellen?Die RitmoCorsa besticht durch das racing-rote Emaille-Zifferblatt, die Limitierung auf 99 Exemplare und die Würdigung der fünfjährigen Partnerschaft mit Scuderia HTD RitmoCorsa. Im Gegensatz dazu verfügen Modelle wie die “Variante B” über braune Sunburst-Dial-Varianten und sind regulär in der Serie erhältlich.Warum nutzt HTD ein Handaufzugswerk statt eines Automatikwerks?Das Sellita SW510 M spart im Vergleich zur automatischen Variante den Rotor, wodurch die Werkshöhe auf schlanke 7,00 mm sinkt. Diese Reduktion ermöglicht trotz des gewölbten Box-Saphirglases eine Gesamthöhe von nur 12,4 mm, die das Uhrgehäuse besonders handgelenksnah macht.
Fazit
Der HTD Hesagraph RitmoCorsa verdeutlicht eindrucksvoll den aktuellen Trend unabhängiger Microbrands, mit schlanken Schweizer Handaufzugswerken klassische Motorsport-Proportionen ohne die üblichen Bauhöhen moderner Automatik-Chronographen zu realisieren. Die Kombination aus einem ausgefeilten Sellita-Kaliber, einem markanten racing-roten Zifferblatt und einer streng limitierten Auflage schafft ein begehrtes Sammlerstück, das gleichzeitig technische Raffinesse und sportliche Ästhetik verkörpert. Trotz kleinerer Komforteinbußen – wie dem Fehlen eines Quick-Release-Systems – überwiegen die Vorzüge für Liebhaber, die Wert auf ein flaches Profil, exklusive Markenidentität und hochwertige schweizerische Uhrmacherkunst legen.
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Kommentare
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