Modellpflege und technisches Upgrade des Maurice Lacroix AIKON Chronographen zum zehnjährigen Jubiläum 2026
>> Zu unserer Uhren-EmpfehlungZum zehnten Geburtstag der AIKON-Linie präsentiert Maurice Lacroix 2026 einen umfassenden Relaunch des meistverkauften Automatik-Chronographen. Die neue Generation reduziert das Gehäuse von 44 mm auf 42 mm, wechselt zu unverschraubten rechteckigen Drückern, erhöht die Gangreserve auf rund 62 Stunden und wird von einem frisch aktualisierten Kaliber ML112 angetrieben – ein Ergebnis der Weiterentwicklung der Sellita-SW500-Familie. Gleichzeitig markiert der Führungswechsel von Stéphane Waser zu Joel Chabanne einen strategischen Meilenstein für die Marke.
Hintergrund zur Sellita-SW500-Evolution (62 Stunden Gangreserve)
Die Steigerung der typischen Gangreserve von 48 auf etwa 62 Stunden beruht auf einem offiziellen Update der Sellita-SW500-Kaliberfamilie, das 2020 veröffentlicht wurde. Sellita optimierte die Kinematik des Räderwerks, verlängerte die Zugfeder und überarbeitete die Datums- und Wochentagsschaltung, um Fehlbedienungen im kritischen Schaltfenster zu minimieren.
- Typische Gangreserve (SW500, aktualisierte Baureihe): 62 Stunden (2020)
- Bauhöhe des Rohwerks: 7,90 mm (2022), identisch zum ETA/Valjoux 7750, Durchmesser 30,0 mm (13 ¼ Linien)
Durch diese technische Optimierung kann Maurice Lacroix im Kaliber ML112 einen Leistungszuwachs von über 25 % anbieten, obwohl die Marke kein eigenes Manufakturwerk betreibt.
Kaliber ML112 mit mehr als 60 Stunden Gangreserve
Im Inneren des neuen AIKON Chronographen arbeitet das automatisierte Chronographenkaliber ML112. Die Gangreserve steigt von bislang 48 Stunden auf circa 62 Stunden – ein Zugewinn von über 25 Prozent, der für den Alltag von Wechselträgern einen spürbaren Vorteil bedeutet.
Der spürbare Zugewinn bei der Gangautonomie basiert auf einer gezielten Weiterentwicklung des Schweizer Werkespezialisten Sellita für die SW500-Plattform. Durch den Einsatz einer verlängerten Nivaflex-Zugfeder und einer verfeinerten Kinematik im Federhaus konnte die typische Laufzeit ohne Erhöhung der Gehäusebauhöhe von 48 auf 62 Stunden angehoben werden (Sellita Watch Co., 2020). Gleichzeitig entschärfte Sellita mit überarbeiteten Schalträdern für Tag und Datum eine bekannte Schwachstelle klassischer 7750-Konstruktionen, bei denen manuelle Kalenderkorrekturen rund um Mitternacht zuvor riskant waren.
- Kaliber: Maurice Lacroix ML112 (Basis: Sellita SW500)
- Gangreserve: > 60 Stunden (typisch 62 Stunden)
- Frequenz: 28.800 A/h (4 Hz)
- Lagersteine: 25
Funktionaler Vergleich: Usability vs. Wasserdichtigkeit zur 44-mm-Generation
Die Vorgängergeneration AI6038 verfügt über einen Durchmesser von 44 mm, verschraubte runde Drücker und eine Wasserdichtigkeit von 20 bar (200 Meter). Die neu entwickelte AI6218 setzt auf unverschraubte rechteckige Chronographendrücker, wodurch die Druckfestigkeit auf 10 bar (100 Meter) reduziert wurde – ein bewusster Kompromiss zugunsten einer einfacheren Alltagsbedienbarkeit.
- Wasserdichtigkeit Vorgänger (AI6038, 2018): 200 Meter (20 bar)
- Wasserdichtigkeit Modell 2026 (AI6218): 100 Meter (10 bar)
Die Reduktion der Wasserdichtigkeit ist kein technischer Mangel, sondern ein ergonomischer Vorteil: Die unverschraubten rechteckigen Drücker ermöglichen eine sofortige Stoppfunktion, ohne vorheriges Aufschrauben, was den täglichen Einsatz deutlich komfortabler macht.
Design- und Gehäuseänderungen zum Jubiläum 2026
Die neue AIKON-Version verkleinert das Gehäuse von 44 mm auf 42 mm, behält jedoch die Gehäusehöhe von 14 mm bei. Der Gewölbte Saphirglasboden und die reduzierte Gesamtabmessung verleihen der Uhr ein flacheres Profil, während polierte und satiniert bearbeitete Stahlflächen die plastische Wirkung betonen.
- Durchmesser: 42 mm (2026) – vorher 44 mm (2018)
- Höhe: 14 mm (unverändert)
- Wasserdichtigkeit: 100 Meter (10 bar)
- Chronographendrücker: Rechteckig, nicht verschraubt, leicht abgerundet
- Krone: Mit Kronenschutz, seitliche Flanken schützen vor Stößen
- Glas: Saphirglas, gewölbter Saphirglasboden
Die Sechslünetten-Reiter bleiben erhalten, sodass die Markenidentität der AIKON-Linie erhalten bleibt.
Zifferblattvarianten und Detailverbesserungen
Zifferblattvarianten stehen zur Auswahl, alle mit einem intensiveren dreidimensionalen Clous-de-Paris-Muster. Die Palette umfasst monochrome Ausführungen in Blau, Schwarz und Grün sowie kontrastreiche Kombinationen mit blauen Totalisatoren auf silbernem Hintergrund bzw. schwarzen Totalisatoren auf goldfarbenem Grund.
- Monochrom: Blau, Schwarz, Grün
- Silber-Grund mit blauen Totalisatoren
- Goldfarbig-Grund mit schwarzen Totalisatoren
Die Chronographenanzeige umfasst einen 30-Minuten-Zähler, einen 12-Stunden-Zähler und die kleine Sekunde. Zusätzlich gibt es eine kombinierte Tages- und Datumsanzeige bei drei Uhr auf schwarzem Hintergrund. Zeiger und aufgesetzte Stundenindizes tragen die bekannte AIKON-Formsprache und sind mit Leuchtmasse versehen.
Führungswechsel bei Maurice Lacroix – strategische Einordnung
Stéphane Waser prägte die Marke über 18 Jahre (ab 2014 als Managing Director) und verantwortete maßgeblich die Konzeption sowie den weltweiten Erfolg der 2016 eingeführten AIKON-Linie. Im August 2026 übernahm Joel Chabanne die Position des Managing Director. Der Führungswechsel fällt exakt mit der Reifung der Kernkollektion zusammen und verleiht dem geschäftlichen Kontext mehr Tiefe.
- Amtszeit Stéphane Waser: 18 Jahre (bis August 2026)
- Neuer Managing Director: Joel Chabanne (seit August 2026)
Der Wechsel signalisiert Kontinuität und frische Impulse zugleich – ein wichtiges Element für die zukünftige Profilierung der Marke im hart umkämpften Marktsegment.
Preispositionierung und Marktvergleich
Mit einem Listenpreis von 3 690 Euro positioniert sich der AIKON Chronograph 2026 im Premium-Segment für Chronographen unter 4 000 Euro. Zum Vergleich: Der Titoni Heritage Chronograph kostet 2 220 Euro, der wiederbelebte Gallet Multichron Sport liegt bei 4 100 Euro, während das Tudor Black Bay Chrono mit Manufakturkaliber ein deutlich höheres Preisniveau erreicht.
- Listenpreis AIKON Chronograph 2026: 3 690 Euro
- Preisvergleich: Titoni Heritage Chronograph 2 220 Euro, Gallet Multichron Sport 4 100 Euro, Tudor Black Bay Chrono (Manufaktur-Kaliber, höherer Preis)
Der Mehrwert des neuen Modells lässt sich nicht allein über die Schweizer Mechanik begründen; das eigenständige Design, die erhöhte Benutzerfreundlichkeit und die starke Markenidentität spielen eine entscheidende Rolle.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sank die Wasserdichtigkeit des AIKON Chronographen von 200 auf 100 Meter?
Beim Vorgängermodell (Referenz AI6038) waren die Drücker aufwendig verschraubt, was 20 bar Druckfestigkeit ermöglichte. Die 2026-Version nutzt unverschraubte rechteckige Drücker; das erleichtert die spontane Stoppfunktion im Alltag spürbar, limitiert das Gehäuse jedoch konstruktionsbedingt auf 10 bar.
Welche technische Neuerung steckt hinter der 62-Stunden-Gangreserve des Kalibers ML112?
Maurice Lacroix profitiert von Sellitas technischer Überarbeitung der SW500-Familie, bei der durch ein modifiziertes Federhaus mit verlängerter Zugfeder sowie Anpassungen an der Hemmungspartie die Reserve von 48 auf typisch 62 Stunden gesteigert wurde.
Wer leitet Maurice Lacroix zum Start der neuen Modellgeneration?
Im August 2026 übernahm Joel Chabanne die Position des Managing Director. Er trat die Nachfolge von Stéphane Waser an, der nach 18 Jahren im Unternehmen – davon über ein Jahrzehnt an der Spitze – den weltweiten Erfolg der AIKON etabliert hatte.
Fazit
Der AIKON Chronograph 2026 präsentiert sich als technisch raffinierte und zugleich alltagsfreundliche Weiterentwicklung einer Modellreihe, die seit 2016 das Gesicht von Maurice Lacroix prägt. Durch die Reduktion des Gehäusedurchmessers, die Einführung unverschraubter rechteckiger Drücker, die verbesserte Gangreserve von rund 62 Stunden und ein frisches Zifferblattdesign liefert die Marke ein Produkt, das sowohl den sportlichen Anspruch als auch die veränderten Tragegewohnheiten der Zielgruppe berücksichtigt. Der gleichzeitige Führungswechsel zu Joel Chabanne unterstreicht die strategische Weitsicht, die nötig ist, um die AIKON-Linie auch in den kommenden Jahren erfolgreich im hart umkämpften Chronographen-Segment zu positionieren.
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