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Luxusuhren: Automatikuhr oder Quarzuhr?

Automatikwerk oder Quarzwerk für Luxusuhren?

Automatikwerk oder Quarzwerk für Luxusuhren?

Eine Frage, die sich beim Uhrenkauf häufig stellt: Automatik- oder Quarzuhr? Welche Uhr ist qualitativer? Und kann ich die Qualität der Uhr gezwungenermaßen am Preis festmachen? Denn so viel steht schon auf erstem Blick fest, eine Automatikuhr ist eindeutig die kostspieligere Entscheidung. Lesen Sie weiter, um sich endlich Überblick zu schaffen und ein wenig Fachwissen rund um Uhren anzueignen. Am Ende werden Sie mit Leichtigkeit entscheiden können welche Uhr für Sie am besten geeignet ist.

Um die Vor- und Nachteile von Quarz- und Automatikuhren festzumachen, müssen wir uns einen kurzen Überblick über die Funktionsweise schaffen. Hier liegt der große Unterschied.

So funktioniert eine Quarzuhr

Die Quarzuhr benötigt eine Batterie und, wie der Name schon sagt, einen Quarzkristall, um zum Laufen gebracht zu werden. Der Quarzkristall hat die Eigenschaft, dass er sehr regelmäßige Schwingungen erzeugt, wenn er mit Energie (Batterie) in Berührung kommt. Fürs bessere Verständnis könnte man es statt Schwingungen auch Takte nennen.

In der Sekunde erzeugt der Quarz exakt 32.768 Schwingungen. In jeder Quarzuhr gibt es deshalb auch noch eine Drossel. Diese drosselt auf genau 1 Schwingung pro Sekunde. Damit werden die Zahnräder angetrieben, auf denen der Sekundenzeiger befestigt ist. Somit bewegt sich der Sekundenzeiger einmal in der Sekunde und erzeugt die typische abgehackte Bewegung, das icken der Uhr. Und weil der Quarzkristall so exakt schwingt, können wir auch sicher sein, dass die Quarzuhr sekundengenau läuft.

So funktioniert eine Automatikuhr

Die Automatikuhr wird anstelle von Batterie und Quarz, durch folgende 4 Dinge angetrieben: Rotor, Feder, Bewegung und Erdanziehungskraft. Der Rotor bewirkt mithilfe der Erdanziehungskraft und der Bewegung, das Aufziehen der Feder. Somit wird Energie an die Zahnräder abgegeben und der daran angebrachte Sekundenzeiger zum Laufen gebracht.

Man kann es sich vereinfacht vorstellen wie bei einem alten Spielzeugauto. Durch die Rückwärtsbewegung wird es aufgezogen und wenn man es loslässt, flitzt es los. Beim Spielzeugauto wird die erzeugte Energie auf einmal abgegeben. Die Automatikuhr hat einen Mechanismus, welcher diese Energie wiederum drosselt und gleichmäßig abgibt. Somit wird genau die Energie abgegeben, die benötigt wird, dass der Sekundenzeiger in 60 Sekunden einmal die Runde dreht. Somit entsteht das für Automatikuhren typische „Fließen“ des Sekundenzeigers. Dieser bewegt sich nicht abgehakt wie bei der Quarzuhr, sondern in einem regelmäßigen Fluss.

Allerdings schafft es der Mechanismus der Automatikuhr nicht so exakt zu sein, wie die Schwingung des Quarzkristalls. Das heißt eine Automatikuhr kann -20sek bis +40sek am Tag gewinnen oder verlieren. Das klingt erst nicht viel, aber in einer Woche kann eine Automatikuhr somit beispielsweise 3,5 Minuten verlieren und am Ende des Monats können das somit mehr als 90 Minuten sein.

Die Vor- und Nachteile einer Quarzuhr

Die Quarzuhr ist unschlagbar in ihrer Genauigkeit. Die Zeitanzeige ist immer sekundengenau. Dazu ist sie preisgünstiger als Automatikuhren. Weiters muss sie nicht bewegt werden, es ist also nicht wichtig, ob sie täglich getragen wird oder einmal im Jahr. Hat man vor die Uhren öfter zu wechseln ist die Quarzuhr definitiv die richtige Wahl.

Allerdings hat auch die beste Quarzuhr eine Ablaufzeit. Irgendwann wird jeder Quarz aufhören zu schwingen und eine Reparatur steht bei vielen Quarzuhren nicht im Verhältnis. Oft ist es dann günstiger eine neue Uhr zu kaufen. Auch muss regelmäßig in neue Batterien investiert werden. Dies schadet einerseits der Umwelt und auch dem Geldbeutel. Eine Batterie kostet inklusive Wechsel um die 10 – 15 €.

Die Vor- und Nachteile einer Automatikuhr

Eine Automatikuhr ist mit Sicherheit eine Investition wert. Die Lebensdauer kann bei regelmäßigem Service unendlich sein. Somit kann sie über Generationen weitergegeben werden. Die Technik dahinter ist gerade für Uhrenliebhaber überwältigend. Oft ist sie auch auf der Unterseite mit einem Glas ausgestattet und man bekommt einen Einblick auf das faszinierende Uhrwerk.

Wenn man eine Uhr für den täglichen Gebrauch sucht, ein Lieblingsstück, dann ist die Automatikuhr die richtige Entscheidung. Die Automatikuhr ist aufgrund der Lebensdauer und weil sie keine Batterien benötigt, weitaus umweltfreundlicher. Der Service ist allerdings meist recht kostspielig, jedoch nicht oft nötig.

Weiters muss man eine Automatikuhr regelmäßig tragen. Das häufige Stehenbleiben der Uhr ist nämlich schädlich für das Uhrwerk. Allerdings haben die Automatikuhren meist eine Gangreserve von bis zu 60 Stunden (die Zeit also, die sie nicht bewegt werden muss um danach trotzdem noch weiterlaufen)

Fazit: Sind Automatikuhren etwa besser?

Qualitativ gibt es also keinen Gewinner. Bei der Kaufentscheidung sollte am darauf geachtet werden, ob Sie „die Eine“ Uhr suchen oder eher „eine von Vielen“. Die Automatikuhr ist definitiv kostspieliger, aber auch langlebiger, allerdings gehört sie auch gepflegt. Von Quarzuhren kann man sich gleich eine Sammlung anlegen, da sie kostengünstiger sind und nicht regelmäßig bewegt werden müssen. Die Ganggenauigkeit ist bei Quarzuhren allerdings unschlagbar.


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