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Die 3 kompliziertesten Uhrwerke von Rolex

Komplizierte Rolex Uhrwerke

Komplizierte Rolex Uhrwerke

Die Marke Rolex ist bekannt für zuverlässige, robuste und langlebige Uhrwerke. Oft werden besonders robuste Uhrwerke als „Traktoren“ bezeichnet. Diese Bezeichnung findet man im Internet durchaus häufig im Bezug auf Rolex Uhrwerke. Mittlerweile sind 100 % der Kaliber aus dem Hause Rolex auch Manufakturwerke. Das bedeutet: Sie werden von Rolex selbst konzipiert, hergestellt und verbaut.

Für besonders anspruchsvolle Komplikationen ist Rolex eher nicht bekannt. Von den drei großen Komplikationen der höchsten Uhrmacherei (Chronograph, Tourbillon und Repetition) findet man nur den Chronographen bei Rolex – und auch hier keinen Schleppzeiger-Chronographen.

Dennoch bietet die Marke eine Reihe von komplexen Uhren, die Uhrenfans durch ihre Funktionen und / oder deren Umsetzung in Staunen versetzen. In diesem Beitrag stellen wir die drei kompliziertesten Uhrwerke von Rolex vor. Die Auflistung erfolgt nach Anzahl der Lagersteine, die im Uhrwerk benutzt werden, um bewegliche Komponenten reibungsarm zu lagern.

Kaliber 9001: Die Rolex Sky-Dweller

Die Rolex Sky-Dweller ist eine Armbanduhr mit Automatikwerk, die über mehrere Komplikationen verfügt. Einerseits hat diese Uhr ein Datum – was jedoch bei Rolex bei vielen Uhren vorhanden ist. Andererseits bietet die Sky-Dweller dazu noch eine zweite Zeitzone, die über einen großen Totalisator unter dem Zeigerturm angebracht ist. Über eine Lochschiene am äußeren Rand des Zifferblatts wird auch noch das Datum angezeigt. Gesteuert wird die Uhr neben der Krone auch mit der drehbaren geriffelten Lynette.

Im Gehäuse der Sky-Dweller arbeitet das Rolex Manufakturwerk 9001. Dieses Werk wurde speziell für die auf die Luftfahrt ausgelegte Sky-Dweller entwickelt und findet in keiner anderen Uhr der Marke Verwendung. Mit 40 Lagersteinen belegt dieses Uhrwerk den dritten Platz in unserer Auflistung. Das Kaliber 9001 bietet ca. 72 Stunden Gangreserve bei beidseitigem Rotoraufzug und einer Unruhfrequenz von 28.800 Halbschwingungen / Stunde, bzw. 4 Hz.

Kaliber 4161: Die Rolex Yacht-Master II

Eine weitere besonders komplizierte Uhr von Rolex ist die Yacht-Master II. Diese überdimensionale Uhr war lange nicht wirklich beliebt, aktuell gehen die Preise und damit auch die Wartezeit für diese Uhr steil nach oben. Der Regatta-Chronograph erlaubt das präzise Timen der Vorlaufzeit bei einer Regatta. Diese Komplikation ist für Armbanduhren zwar nichts übermäßig besonderes, die Umsetzung von Rolex gilt jedoch als die beste und nutzerfreundlichste auf dem Markt.

Das Kaliber 4161 ermöglicht dies mit 42 Lagersteinen. Beim Uhrwerk handelt es sich um ein mit dem Kaliber 4130 verwandtes Manufakturkaliber. Der Regatta-Chronograph wird über ein Säulenrad gesteuert und mit den Drückern an der Seite des Gehäuses bedient. Wie für moderne Uhrwerke von Rolex typisch, bietet dieses Uhrwerk 72 Stunden Gangreserve, 4 Hz Unruhfrequenz und einen beidseitigen Aufzug – neben dem optionalen Handaufzug durch die verschraubte Krone.

Kaliber 4130: Die Rolex Cosmograph Daytona

Die Rolex Daytona ist die wohl begehrteste Rolex Armbanduhr aktuell. Der Grund dafür dürfte relativ einfach sein: Bei diesem Modell handelt es sich um den einzigen Chronographen der Marke und zudem kann dieses Modell auf eine bewegte Historie zurückblicken. Die Wartelisten für diese Uhr werden immer länger – mehrere Jahrzehnte Wartezeit ist keine Seltenheit mehr, sofern die Konzessionäre überhaupt eine Angabe dazu machen oder eine Warteliste führen.

Im Inneren der Uhr kommt seit dem Jahr 2000 ein Manufakturwerk zum Einsatz. Bis 2000 wurden unter anderem El Primero Uhrwerke von Zenith (in abgeänderter Form) verbaut. Das heutige Kaliber 4130 ist ein Schaltrad-Chronograph mit 44 Lagersteinen, ca. 72 Stunden Gangautonomie und 4 Hz Frequenz. Ein Datum gibt es bei dieser Uhr nicht, der Chronograph ist die einzige Komplikation dieses Uhrwerks. Die Beliebtheit und die Legende der Daytona gründet sich unter anderem auch auf die Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Präzision dieses Uhrwerks.

Fazit: Komplizierte Uhrwerke von Rolex

Auch wenn Rolex nicht für besonders komplizierte Uhrwerke bekannt ist, so gibt es doch eine Reihe von Kalibern, die unter der Haube einiges an Besonderheiten aufweisen. Gerade die schlichte Langlebigkeit, in Kombination mit beidseitigem Aufzug, Glucydur-Unruh, Chronergy-Hemmung und langer Gangreserve machen das Komplettpaket einer Rolex zu einem wahren Arbeitstier, das nicht selten über Jahrzehnte hinweg gänzlich ohne Wartung präzise die Zeit anzeigt.

Im Vintage-Bereich gibt es noch eine ganze Reihe an Vollkalender-Chronographen, Triple Date Uhren und sogar vereinzelt Ewige Kalender von Rolex. Zum heutigen Mythos der Marke passt all das natürlich nicht mehr. Im Endeffekt ist Rolex auch auf Grund seiner simplen Robustheit eine so legendäre Marke. Da sind übermäßig komplizierte Uhrwerke nicht wirklich nötig.


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