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Marktentwicklung der Luxusuhren: Sekundärmarktpreise steigen und Rekordverkäufe bei Cartier

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Der Luxusuhrensektor zeigt eine deutliche Stabilität auf dem Sekundärmarkt, da Preise für gebrauchte Zeitmesser zum ersten Mal seit 2022 wieder steigen. Laut einer Studie von Deloitte wird der globale Luxusuhrenmarkt bis 2027 voraussichtlich um 6 % pro Jahr wachsen, was ein gesundes Interesse an hochwertigen Uhren widerspiegelt (Deloitte, 2023). Gleichzeitig hat Christie’s einen neuen Rekord aufgestellt, indem die teuerste jemals bei einer Auktion verkaufte Cartier-Uhr für 2 024 956 USD den Höchstpreis erreichte.

Sekundärmarktpreise für Luxusuhren im Aufschwung

Nach Jahren des Rückgangs verzeichnen die Preise auf dem Sekundärmarkt für Luxusuhren seit drei Quartalen kontinuierliche Zuwächse. Ein Index von WatchCharts zeigte im ersten Quartal 2026 einen Anstieg von 1,9 % gegenüber dem Vorquartal – die erste signifikante Steigerung seit 2022. Dieser Anstieg erstreckt sich über ein breites Marktspektrum: 25 von 35 beobachteten Marken verbesserten ihre Preise zwischen Januar und März.

  • Richemont-Marken (Panerai, Vacheron Constantin, Cartier) +1,2 %
  • Swatch-Group (Longines, Blancpain, Omega) +1,5 %
  • LVMH-Marken (Zenith, TAG Heuer) ebenfalls im Plus
  • Rolex (inkl. Tudor) +1,7 % – größter Einzelzuwachs

Markenbezogen war Patek Philippe mit einem Jahreszuwachs von 17 % die stärkste Performer-Marke, gefolgt von Tudor, Cartier, Grand Seiko, Rolex und Omega.

Rekordverkauf der Cartier-Uhr bei Christie’s

Christie’s erzielte im Mai 2023 bei seiner „Important Watches“-Versteigerung in Genf einen neuen Rekord: Eine seltene 18-Karat-Gold-Cartier-„London Crash“ aus dem Jahr 1990 wurde für 2 024 956 USD verkauft. Dieser Verkauf übertraf den vorherigen Rekord, den ein 1987-Modell von Cartier bei Sotheby’s für rund 1,99 Millionen USD erzielt hatte.

Remi Guillemin, Head of Watches bei Christie’s für Amerika und Europa, betonte, dass der Markt heute besonders kunsthandwerkliche Stücke schätzt. Der hohe Verkaufspreis illustriert die wachsende Zahlungsbereitschaft und das Engagement von Käufern im Luxussegment.

Prognosen für das Wachstum des Luxusuhrenmarktes

Die Deloitte-Analyse von 2023 prognostiziert ein jährliches Wachstum von 6 % für den globalen Luxusuhrenmarkt bis 2027. Diese Vorhersage stützt sich auf mehrere Faktoren:

  • Steigende Primärmarktpreise für neue Modelle
  • Erhöhte Nachfrage nach limitieren Auflagen und gebrauchten Premium-Uhren
  • Tarifliche Rahmenbedingungen, die den Import von Uhren in die USA verteuern

Zusätzlich berichteten große Auktionshäuser über einen jährlichen Umsatzanstieg von über 15 % im Jahr 2025, was die robuste Nachfrage weiter bestätigt (Sotheby’s, 2025).

Faktoren, die den Preisanstieg treiben

Die wichtigsten Treiber für die jüngsten Preissteigerungen im Sekundärmarkt lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Steigende Preise am Primärmarkt, die die Referenzwerte für gebrauchte Stücke anheben.
  2. Erhöhte Nachfrage nach gebrauchten Luxusuhren, insbesondere von Sammlern, die limitierte Auflagen suchen.
  3. Tarifliche Belastungen beim Import in wichtige Märkte, die das Angebot verknappen.
  4. Wachsende Akzeptanz von privaten Verkäufen und Plattformen, die Transparenz und Preisfindung verbessern.

Risiken und Marktvolatilität

Obwohl die aktuellen Daten auf Stabilität hinweisen, besteht das Risiko einer Rückkehr von Marktvolatilität. Wirtschaftliche Veränderungen, etwa eine Abschwächung der globalen Konjunktur oder Änderungen bei Zolltarifen, könnten die Preisentwicklung bremsen und die Nachfrage nach gebrauchten Luxusuhren reduzieren.

FAQ

Was treibt den Anstieg der Sekundärmarktpreise für Uhren an?
Primärmarktpreise, erhöhte Nachfrage nach gebrauchten Uhren und limitierte Auflagen sind entscheidende Faktoren.

Fazit

Die Kombination aus einem wiederauflebenden Sekundärmarkt, rekordverdächtigen Auktionsverkäufen und positiven Wachstumsprognosen deutet darauf hin, dass der Luxusuhrensektor sich in einer Phase nachhaltiger Stärke befindet. Während die Preise für gebrauchte Stücke nach über zwei Jahren erstmals wieder steigen und Auktionen wie die von Christie’s beeindruckende Höchstpreise erzielen, untermauern Deloitte-Prognosen und die Umsatzsteigerungen bei Sotheby’s und anderen Häusern die Erwartung eines kontinuierlichen Wachstums von etwa 6 % pro Jahr bis 2027. Gleichzeitig sollten Marktteilnehmer potenzielle Risiken im Blick behalten, um auf mögliche Schwankungen reagieren zu können.

Quellen

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