Skip to main content

Luxusuhr.net - Uhren Test, Ratgeber & Kaufberatung

Favre Leuba Deep Raider Day Date – Zweifarbige Taucheruhr im Retro-Luxus-Segment

>> Zu unserer Uhren-Empfehlung

Die neue Favre Leuba Deep Raider Day Date präsentiert sich als zweifarbige Taucheruhr, die historische Design-Elemente mit moderner Fertigung verbindet. Im Rahmen der Markenrenaissance, die 2024 auf den Geneva Watch Days unter CEO Patrik Hoffmann gestartet wurde, richtet sich das Modell gezielt an das umkämpfte Segment für erschwinglichen Retro-Luxus unter 3 000 Euro. Mit einem unverbindlichen Preis von 2 450 Euro, PVD-Gold-Akzenten und einem bewährten Sellita-Werk bietet die Deep Raider Day Date eine klare Positionierung zwischen Tradition und zeitgemäßem Alltagsstil.

Historische Einbettung und Markenrenaissance

Favre Leuba wurde 1737 von Abraham Favre in Le Locle gegründet und ist damit die zweitälteste Schweizer Uhrenmarke nach Blancpain. Nach einer wechselvollen Eigentümergeschichte und der Quarz-Krise startete das Unternehmen 2024 mit einem umfassenden Neustart. Auf den Geneva Watch Days 2024 wurden unter der Leitung von Patrik Hoffmann 22 neue Referenzen lanciert, darunter die Deep Raider-Kollektion. Diese Linie ist Teil einer Kernoffensive von drei Hauptkollektionen – Chief, Sea Sky und Deep Raider – die legendäre historische Funktionsuhren wiederbeleben soll.

Design- und Ästhetik-Konzept – Bicolor mit PVD-Gold

Das Design der Deep Raider basiert historisch auf der Favre-Leuba Deep Blue von 1964. Die moderne Variante setzt auf eine zweifarbige Optik: ein Gehäuse aus 316L-Edelstahl, das mit einer gelbgoldenen PVD-Beschichtung (Physical Vapour Deposition) veredelt ist. Die PVD-Gold-Akzente finden sich an Lünette, Krone und den mittleren Gliedern des dreireihigen Armbands. Drei Zifferblatt-Varianten – Schwarz, Blau und Grün – stehen zur Verfügung, wobei die blauen und grünen Versionen mit Sunburst- bzw. Fumé-Oberflächen ausgestattet sind. Durch den Verzicht auf Massivgold kann das Modell im Preissegment von 2 450 Euro positioniert werden.

Technische Daten und Werk

Im Herzen der Deep Raider Day Date arbeitet das Automatikkaliber FLD05, das auf dem Sellita SW220-1 basiert. Dieses Werk ist ein bewährter Klon des ETA 2836-2 und liefert 28 800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz). Es verfügt über 26 Rubine, einen Sekundenstopp, eine zweisprachige Tages- und Datumsscheibe sowie eine Gangreserve von rund 38 Stunden. Die Wahl dieses Kalibers schafft eine funktionale Brücke im Sortiment: Während die Schwestermodelle Deep Raider Revival und Renaissance das La Joux-Perret G100 mit 68 Stunden Reserve nutzen, setzt die Day-Date-Variante auf das etablierte Sellita-Werk.

Vergleich zu Schwestermodellen

  • Deep Raider Revival & Renaissance: Kaliber La Joux-Perret G100, 68 Stunden Reserve.
  • Deep Raider Day Date: Kaliber FLD05 (Sellita SW220-1), 38 Stunden Reserve.

Leistungsmerkmale – Wasserdichtigkeit, Gehäuse und Maße

  • Wasserdichtigkeit: 300 Meter (30 atm) – im Vergleich zur historischen Deep Blue (200 Meter, 1964).
  • Gehäusedurchmesser: 40 mm.
  • Gehäusehöhe: 12,5 mm.
  • Lug-to-Lug-Abstand: 48,2 mm.
  • Gehäusematerial: 316L-Edelstahl, gebürstet und poliert, mit PVD-Gold-Behandlung an Lünette und Krone.
  • Glas: doppelgekippte Saphir-Kristall mit Antireflex-Beschichtung.
  • Armband: dreireihiges Edelstahl-Bracelet, zentrale Glieder mit PVD-Gold, Butterfly-Schließe.

Marktposition und kritische Gegenüberstellung

Die Deep Raider Day Date adressiert das Preissegment von 2 000-2 500 Euro, in dem Mitbewerber zunehmend Werk-Alternativen mit 60 bis 80 Stunden Gangreserve anbieten. Die 38-Stunden-Reserve der SW220-1-Basis wird daher als potenzieller Schwachpunkt gesehen, insbesondere für Kunden, die ein „Weekend-Proof“-Modell erwarten. Zudem können die PVD-Gold-Beschichtungen bei intensiver Nutzung, etwa im Taucher- oder Werkzeug-Alltag, tiefe Kratzer erleiden, die sich nicht mehr vollständig regenerieren lassen.

Hands-On-Bewertung – Haptik, Optik und Alltagstauglichkeit

Der Hands-On-Report von Lex Stolk (Fratello Watches, 7. September 2026) beschreibt die Deep Raider Day Date als eine Uhr, die sportliche Eleganz mit einem Hauch von Luxus verbindet. Die PVD-Gold-Akzente erzeugen einen deutlichen Kontrast zum Edelstahl, ohne den Preis zu sprengen. Die Lünette besitzt einen Keramik-Einsatz mit goldfarbenen Markierungen, und das Zifferblatt nutzt eine Sandwich-Konstruktion mit darunterliegender Leuchtmasse (Super-LumiNova C1 X1), die bei schlechten Lichtverhältnissen gut lesbar bleibt. Das Day-Date-Fenster ist groß und weiß umrandet, was die Lesbarkeit erhöht. Das Armband lässt sich ohne Werkzeug wechseln, und die Butterfly-Schließe sorgt für sicheren Halt. Der Autor favorisiert das schwarze Zifferblatt, hält jedoch das blaue Modell für die harmonischste Farbkombination aus Stahl, Gold und Blau.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Aus welchem historischen Vorbild entstand die Kollektion Deep Raider?Sie basiert auf der 1964 vorgestellten Taucheruhr Favre-Leuba Deep Blue, die damals bis 200 Meter wasserdicht war und mit prägnanten Indizes zu den Ikonen der Marke zählte.Welches Uhrwerk treibt die Deep Raider Day Date an und welche Funktionen hat es?Im Inneren arbeitet das Automatikkaliber FLD05 auf Basis des Sellita SW220-1 mit 28 800 Halbschwingungen pro Stunde, 26 Rubinen, Sekundenstopp und einer zweisprachigen Wochentagsscheibe mit schnellem Datumswechsel.Bestehen die Goldelemente an Gehäuse und Armband aus echtem Massivgold?Nein, Lünette, Krone und die mittleren Bandglieder bestehen aus 316L-Edelstahl, der mit einer gelbgoldenen PVD-Schicht veredelt wurde, um den Verkaufspreis bei rund 2 450 Euro zu halten.

Fazit

Die Favre Leuba Deep Raider Day Date verkörpert die aktuelle Markenstrategie: Historische Taucher-Gene mit moderner Bicolor-Ästhetik zu einem erschwinglichen Preis zu kombinieren. Das PVD-Gold-Finish liefert einen luxuriösen Look, während das bewährte Sellita-Werk zuverlässige Funktionalität garantiert. Kritische Punkte bleiben die relativ kurze Gangreserve von 38 Stunden und die potenzielle Abnutzung der PVD-Beschichtung. Dennoch bietet die Uhr für 2 450 Euro ein attraktives Gesamtpaket aus Geschichte, Design und Alltagstauglichkeit – ein starkes Zeichen für Favre Leubas Rückkehr in das Retro-Luxus-Segment.

>> Zu unserer Uhren-Empfehlung

Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *