5 Komplikationen, die im Alltag wirklich Sinn machen

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Nützliche Komplikationen im Alltag

Egal ob Datum, Wochentag, Stoppfunktion oder Mondphase: viele Komplikationen, also besondere Funktionen von mechanischen Armbanduhren, machen im Alltag Sinn. Daneben gibt es aber auch eine Vielzahl an Features, die praktisch keinen oder nur einen kaum messbaren Nutzen im Alltag bringen – etwa ein Tourbillon, eine Minutenrepetition oder eine Tag/Nacht-Anzeige.

Eine Komplikation fügt der Uhr nicht nur eine neue Funktion hinzu, sondern verkompliziert das Werk auch (daher auch der Name). Entsprechend erhöht sich nicht nur die Usability des Zeitmessers, sondern auch die Empfindlichkeit und der Wartungsbedarf. Die Kosten einer Revision bei einem Uhrwerk mit einer anspruchsvollen Komplikation können leicht vierstellig werden.

Uhren mit Komplikationen sind nicht nur bei Sammlern beliebt. Ein Datum am Handgelenk ist äußerst praktisch – aber eine Minutenrepetition auch? In diesem Beitrag zeigen wir 5 Komplikationen bei einer mechanischen Armbanduhr, die wirklich Sinn machen – egal ob man diese nun braucht, oder sie einfach nur gerne zur Verfügung hat.

Datum & Wochentag: Der Klassiker der Komplikationen

Das Datum und der Wochentag gehören zu den einfachsten und wohl auch zu den häufigsten Komplikationen bei modernen Automatikuhren. Bei diesen Komplikationen. befindet sich unter dem Zifferblatt ein Datumsring und ein Wochentagsring mit den entsprechenden Beschriftungen. Alle 24 Stunden schiebt sich der Ring, angetrieben durch das Räderwerk, ein Stück weiter, sodass der Tag und das Datum im Fenster auf dem Zifferblatt sichtbar sind.

Ein Datum und ein Wochentag gehören zu den pflegeleichtesten Komplikationen auf dem Markt. Viele Uhren, auch im Einsteigersegment, verfügen über diese Funktionen. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, das Datum an der Uhr zu haben, wird sich nur schwer wieder umgewöhnen können. Diese Komplikation ist für viele Uhrenträger also ein absolutes Muss!

Gangreserve: Wie lange läuft die Armbanduhr noch?

Egal ob Automatikwerk oder Uhrwerk mit Handaufzug: Die Anzeige der Gangreserve ist ein nützliches Feature, das vor allem dann Sinn macht, wenn eine Uhr nicht jeden Tag getragen werden soll. Gerade bei Modellen mit hoher Gangautonomie, etwa den 7 oder 8 Tagen von komplizierten IWC Uhrwerken, ist die Anzeige der Gangreserve äußerst nützlich.

Diese Funktion wird über einen Zeiger realisiert, der mit der Feder im Federhaus verbunden ist. Je nachdem, wie stark sich die Feder bereits entspannt hat, steht entweder mehr oder weniger Gangautonomie zur Verfügung. Bevor die Uhr also stehen bleibt und neu gestellt werden muss, kann der Träger die Uhr durch Tragen oder das Aufziehen per Hand wieder mit neuer Energie versorgen.

Vollkalender / Ewiger Kalender: Die Zeit im Blick

Ein Kalender, der auch den Monat oder sogar das Jahr, bzw. das Schaltjahr anzeigt, ist bei mechanischen Uhren eine Seltenheit. Nur teure Uhren jenseits der 5.000 € bieten solche Anzeigen – immerhin sind diese Anzeigen nur über ein kompliziertes Set an Zahnrädern im Uhrwerk realisierbar. Häufig verfügen klassische Uhren und elegante Zeitmesser über einen Vollkalender oder sogar einen ewigen Kalender.

Von einem Vollkalender spricht man dabei, wenn der Tag, das Datum und der Monat angezeigt werden. Ein ewiger Kalender zeigt dann sogar noch an, ob es sich beim aktuellen Jahr um ein Schaltjahr handelt oder nicht. Besondere Formen dieser Komplikation, etwa der ewige Kalender des legendären IWC Uhrmachers Kurt Klaus, müssen erst in mehreren hundert Jahren nachjustiert werden.

2. Zeitzone / GMT: Perfekt für Globetrotter weltweit

Die sogenannte GMT Funktion ist eine ursprünglich für Flieger und Piloten entwickelte Komplikation, die es erlaubt, eine zweite Zeitzone auf der Armbanduhr abzubilden. Auf diese Weise können die regulären Zeiger auf die Zeit des aktuellen Aufenthaltsortes eingestellt werden, während ein zusätzlicher GMT-Zeiger, der im Regelfall im 24-Stunden-Takt eine Drehung durchläuft, die Heimatzeit anzeigt.

Zu den bekanntesten Uhren mit GMT Funktion zählt natürlich die Rolex GMT Master. Dieses Modell wurde für Piloten großer Airlines entwickelt, heute wird sie jedoch von vielen Globetrottern und Entdeckern getragen, die jederzeit die Zeit sowohl am aktuellen Ort, als auch bei der Familie zu Hause im Blick behalten möchten. Die GMT Funktion ist nicht sehr wartungsintensiv und ist auch schon bei günstigeren Luxusuhren zu finden.

Chronograph : Nicht nur für die Rennstrecke

Der Chronograph, also eine Stoppfunktion für die mechanische Uhr, gehört zu den aufwendigsten und beliebtesten Komplikationen in der Uhrenwelt. Neben der Repetition, dem ewigen Kalender und dem Tourbillon gehört der Chronograph – je nach Ausführung – zu den höchsten und kompliziertesten Komplikationen, die in einer mechanischen Uhr untergebracht werden können.

Einfache mechanische Chronographen verfügen im Regelfall über eine sogenannte Kulissenschaltung. Hochwertige Chronographen, etwa von Rolex, IWC (bei Manufakturwerken) oder Jaeger LeCoultre, verfügen über ein Schaltrad. Enthusiasten und Sammler sind gerade von solchen Schaltrad-Chronographen angetan, auch wenn die Preise für solche Modelle erheblich höher sind.

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